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Das 2. Fairphone – Ortstermin in Amsterdam

21. Mai 2014

Fairphone Produktion in China

Leicht “gerädert” kamen wir mit dem Nachtzug in Amsterdam an. Über die gemeinsame Sympathie für die holländischen Verrückten, die ein faires Mobiltelefon herstellen wollten und das mit einem Crowdfunding Projekt finanzierten, hatte ich Roger Schärer von Sinndrin im vergangenen Jahr kennengelernt. Nun sind wir zusammen unterwegs ins Fairphone Büro in Amsterdam um die Lancierung der zweiten Serie der Fairphones in der Schweiz zu besprechen. Im Gepäck dabei: Ideen wie ein Schweizer Repair Center, ein Förderprojekt an Schulen und eine Menge Fragen.

Von Tania Schellenberg

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Was steckt in deinem Handy? Zwei Förderprojekte

21. Mai 2014

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Ab heute gibt es die 2. Auflage des Fairphones bei Faircustomer zu kaufen. Dank der erfolgreichen Zusammenarbeit mit den holländischen Initiatoren beim ersten Gerät, kann unser Händler sinndrin das Fairphone ohne Preisaufschlag in der Schweiz anbieten. Im Vergleich zu einer Direktbestellung aus Amsterdam, sparen Schweizer Kunden sogar zusätzlich eine Importpauschale von 25 CHF pro Telefon. In Absprache mit Fairphone empfehlen wir unseren Kund/innen diese Einsparung in eines von zwei Förderprojekte zu investieren, die uns am Herzen liegen.

Von Tania Schellenberg

Unsere Kund/innen sparen diesen Betrag ein, weil die Geräte von sinndrin erst einmal gesammelt über die Grenze in die Schweiz gebracht und dann an die Endkunden verteilt werden. Natürlich geben wir unseren Kund/innen auch diese Einsparung weiter. Wir würden uns aber freuen, wenn sie dieses Geld nicht für sich behalten sondern für Förderprojekte spenden, die uns am Herzen liegen. Sie haben die Wahl zwischen der Förderung eines bestehenden Fairphone Projekts in Ghana und einem Ausbildungsprojekt in der Schweiz, das Faircustomer mit Sinndrin durchführen möchte.

A) Förderprojekt für Schulen und Interessierte in der Schweiz

Schulklassen, Vereine, Firmen oder andere Interessierte sollen die Gelegenheit haben in einem Workshop mehr über die sozialen und ökologischen Bedingungen bei der Herstellung und Entsorgung eines Handys zu erfahren. Die Fairphone Initiative hat eine Fülle von Material gesammelt, darunter Filmdokumente über die Bedingungen in den Mininen in der Demokratischen Republik Kongo oder in den Fabriken in China oder eine interessante Zusammenstellung der Kosten. Am Beispiel Fairphone lässt sich zeigen, was Fairtrade und nachhaltiges Design erreichen wollen.

8293326587_bbe76138b2_zDie Workshops stützen sich auf Erfahrungen von “Urban Mining Workshops” die Fairphone mit Schulen durchgeführt haben, Unterrichtseinheiten über Green IT zum Beispiel von Pusch, Anleitungen zum Reparieren von ifixit und weiteren Initiativen. Ein Werkstatt-Koffer mit Werkzeug und Anschauungsmaterial sorgt dafür, dass die Schülerinnen und Schüler anschaulich und praktisch anpacken können. Alte Handys und Fairphones können unter fachkundiger Anleitung auseinander genommen und analysiert werden. An einfachen Beispielen wird aufgezeigt, wie Handys repariert oder recycliert werden können.

Je nach Anzahl verkaufter Phones werden 3 bis 10 Workshop kostenlos angeboten. Danach wird das Angebot zum Selbstkostenpreis angeboten. Falls das Geld reicht, möchten wir mit interessierten Teilnehmer/innen eine kleine Wanderausstellung entwickeln. Wir werden hier über den Verlauf der Projekteinnahmen und ihre Verwendung berichten.

B) Förderprojekt E-waste Recycling in Ghana

Fairphone unterstützt das Projekt “Closing the Loop”, das die sichere Trennung und Rückführung von Elektro-Schrott in Ghana fördert. ghana_2 Elektronik-Abfall ist ein grosses Problem in den urbanen Zentren. Closing the Loop informiert lokale Sammlerinnen und Sammler, hat ein Netzwerk von kleinen Unternehmen aufgebaut, die die Ware sammeln und kauft getrennten Elektronikabfall vor Ort ab, transport sie nach Europa wo sie unter sicheren Bedingungen wiederverwertet oder entsorgt werden. Fairphone unterstützt das Projekt mit Kommunikationsmitteln und Hilfsmitteln für die Sammler, die das Trennen der Elektronikabfälle erleichtern.

Der Ansatz verfolgte verschiedene Ziele:
Einkommen: Die Sammler werden auf Wertstoffe und das Potential von Recycling als Einkommensquelle aufmerksam gemacht.
Gesundheit: Im Rahmen von Workshops und über Panphlete werden sie auf Gefahren aufmerksam und erfahren, wie der Elektronikschrott sicher gesammelt werden kann.
Die Umwelt wird lokal von hochtoxischen Schadstoffen entlastet, die sonst beim Verbrennen und offenen Deponieren entstehen.

Mehr erfahren Sie im Fairphone Blogbeitrag First Visit: Ghana E-waste Collection Program.

Hier finden Sie weitere Informationen und die Bestellmöglichkeit des Fairphones.

Fashion Revolution Day: Mode geht auch anders

23. April 2014


The Deadly Cost of Fashion from The New York Times – Video on Vimeo.
Achtung, die Bilder in diesem Video sind echt und gehen unter die Haut.

Sie stammen von einem Photojournalisten, der genau vor einem Jahr zufällig in der Nähe war, als in Bangladesh die Rana Plaza Fabrik zusammenbrach. 1113 Textilarbeiter starben, über 2500 wurden schwer verletzt  - ein Tag, den der Journalist sicher nie vergisst und den auch wir nicht vergessen sollten. Deshalb beteiligen wir  uns am 24. April 2014 am Fashion Revolution Day und bitten auch Sie mitzumachen.

von Amei v. Hülsen-Poensgen

Über die katastrophalen Verhältnisse in der Bekleidungsindustrie nicht nur in Bangladesh ist schon vorher viel geschrieben worden. Dann brannte es im November 2012 in einer Textilfabrik, 112 Menschen starben. Am 24. April 2013 stürzte das neunstöckige Rana Plaza Gebäude ein, in dem über 3000 Menschen arbeiteten, und das, obwohl schon am Tag zuvor Risse aufgetreten waren und der Zutritt von der Polizei untersagt worden war. Es war die schlimmste Industriekatastrophe in Bangladesh, aber bis heute sind die Opfer der Katastrophe dort nicht oder unzureichend entschädigt worden und die Arbeitsbedingungen verändern sich nicht wirklich. So starben im Oktober 2013 in Dhaka erneut 7 Menschen bei einem Brand, der durch eine defekte Strickmaschine ausgelöst wurde.

Was können wir als Konsumenten tun?

Bewusster einkaufen. Fragen Sie nach, woher das Shirt kommt, dass Sie im Schaufenster anlacht. Schauen Sie bei Ihren Lieblingsmarken mal auf die Homepage, was schreiben sie zu den Produktionsbedingungen? Schicken Sie Mails, stellen Sie auf den Facebookseiten Fragen, informieren Sie sich, zeigen Sie dem Unternehmen, dass es Ihnen nicht egal ist…

Es gibt Preise, die gehen nicht. Für 5 CHF kann keiner die Baumwolle für das Shirt anbauen, spinnen, färben, nähen, um den halben Globus transportieren, in den Laden legen.

Lieber weniger, dafür besser, haltbarer, langlebiger… Robin Cornelius, der CEO von Switcher sagte an einem Anlass, für den Planeten sei das beste T-Shirt das, was gar nicht produziert wurde. Für einen Bekleidungshersteller eine erstaunliche Aussage, aber Recht hat er.

Und wenn Sie kaufen, entscheiden Sie sich für fair produzierte Kleidung: Bei Getchanged finden Sie nachhaltige Modelabel und Läden in Ihrer Nähe.

Und auch unsere Händlerinnen zeigen es: Es ist möglich schicke Kleider, Taschen & Co fair zu produzieren.

Machen Sie mit am Fashion Revolution Day

1. Tragen Sie ihre Kleider umgekehrt, so dass man das Kleiderschild sieht!

Machen Sie die Herkunft ihrer Kleider zum Thema!
Schicken Sie die Fotos zur Kampagne Fashion Revolution oder auf unsere Facebook-Seite.

2. Machen Sie Ihre Freunde darauf aufmerksam, dass das neue Schick auch fair ist. Fünf Händlerinnen und Händler bieten ihre Kollektion bei Faircustomer am 24.4. mit einem Solidaritätsrabatt an. Sie möchten darauf aufmerksam machen: Es geht auch anders!

Bitte schicken Sie denen diesen Link, die noch immer glauben, fair und schick sei ein Gegensatz!

Reisen Sie auf den Spuren des Kakao durch Ecuador

06. April 2014

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Als Schokoladekonsumenten sind wir Schweizerinnen und Schweizer pro Kopf weltweit ungeschlagen. Dass sich hochwertiger Genuss, Qualität und nachhaltiger, ökologischer, fairer Anbau und Produktion hervorragend kombinieren lassen, beweist die Firma Original Food mit ihrer Rio Napo-Schokolade von den Kichwa-Indianern des ecuadorianischen Regenwaldes. Nadine Guthapfel hat diese Kakaobauern besucht. Neu bietet sie mit ihren KaffeeUndKakao-Reisen interessierten Konsumenten die Gelegenheit, in Ecuador auf den Spuren des Kakaos zu wandeln und die Ursprünge von nachhaltig und fair produzierter Schokolade und Kaffee kennen zu lernen.
Ein Gastbeitrag von Nadine Guthapfel, bonnepomme
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Von Powerfrauen und deutlichen Zahlen

08. März 2014

Näherin im Projekt Kleika bei der Herstellung von Taschen aus Veloschläuchen

Ich habe den Weltfrauentag zum Anlass genommen, mit der “Gender-Brille” einen Blick auf unsere Zahlen zu werfen. Es ist schon auffallend, dass Faircustomer weitgehend ein Projekt von und für Frauen ist. Vom Kernteam, über die Händlerinnen bis zu den Kundinnen ist der Frauenanteil überdurchschnittlich hoch. Mit meinem technischen Hintergrund, ist das für mich zum Teil Neuland, aber umso spannender.
von Tania Schellenberg Lies den Rest des Artikels »

Nähe, Sackgeld und Begegnungen

22. Februar 2014

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Nun ist es schon eine Weile her, seit ich mir von Andreas Amstutz die Idee von Sharely.ch erklären liess. Es war ein unglaublich schöner Herbsttag, im Hintergarten des Maison Blunt, wo viele Faircustomer Ideen geknetet wurden. Die Idee ist nicht neu. Wer das Buch Befreiung vom Überfluss von Nico Paech, Neustart Schweiz von P.M. oder im WWF Glücksexperiment gelesen hat oder einfach mit offenen Augen durch die Schweiz geht, sieht, dass wir viele Dinge nicht wirklich brauchen. Würden wir sie teilen, hätten wir mehr Platz, mehr Geld, mehr Zeit…
Von Tania Schellenberg Lies den Rest des Artikels »

Warum tragen wir eigentlich Schmuck?

07. Februar 2014
Tagua Schmuck von Faire Collection

Tagua Schmuck von Faire Collection

Warum tragen wir eigentlich Schmuck und was sagt er über uns aus? Nathalie hat FairBees gegründet, nicht nur weil sie ein Faible für schönen Schmuck hat, sondern auch weil sie möchte, dass der Schmuck zu ihrer Person und zu ihren Werten passt. – Ihr Beitrag ist eine Anregung einmal anders in den Spiegel zu schauen.
Ein Gastbeitrag von Nathalie Dürrmüller

Die Auswahl von Schmuckstücken ist etwas ganz Persönliches. Oft ist es nicht einfach zu entscheiden, ob etwas zu mir passt oder nicht. Lies den Rest des Artikels »

Green Showroom und Ethical Fashionshow in Berlin

27. Januar 2014

Flyer auf der Ethical Fashion Week in Berlin

Vielfältig, bunt, schick, kreativ, experimentierfreudig, professionell – und doch noch der Hauch eines Familientreffens – so lässt sich das Bild beschreiben, dass der Green Showroom und die Ethical Fashionshow in Berlin jetzt im Januar 2014 hinterlassen.

von Amei v.Hülsen-Poensgen

Berlin steht während der Fashionweek im Zeichen der Mode. Sogar in der U-Bahn begegnen einem auffallend viele schrille Frisuren und schicke Hüte.

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Grüne Mode auf der Strasse - aufgesprüht

Auf der Suche nach nachhaltiger Mode wird man an 3 Orten fündig:

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Morethanshelters, Ökowohnbox und die Kleine Freiheit in Zürich – Wohnen und Bauen neu denken

10. Januar 2014

Wenn wir an Bauen denken, denken wir an Beton und Stein und die Ewigkeit oder ganz kurzfristig an Wegwerflösungen wie Zelte, die nach wenigen Monaten Nutzung auf dem Müll landen. Vielleicht ist es aber Zeit sich von diesem eingefahrenen Denkschema zu befreien und neue Lösungen zu suchen? Einige kreative Ansätze sind uns in den letzten Wochen begegnet:
Von Amei v.Hülsen-Poensgen Lies den Rest des Artikels »

Uni Sapon oder: Machen ökologische Reinigungsmittel glücklich?

06. Januar 2014

Hand aufs Herz und Putzmittelschrank auf – wie viele unterschiedliche Reinigungsmittel stehen bei Ihnen herum? Teilweise seit Jahren nicht benutzt und angetrocknet, da der Kulifleck auf der Hose, für den das Mittel angeschafft wurde, der einzige blieb, trocknen sie langsam ein. Die Verschlüsse werden brüchig und irgendwann entsorgt man dann mit schlechtem Gewissen den ganzen Chemiemix. Und auch, wenn man die Flasche wirklich leergeputzt und beim letzten Wischen sogar noch mit Wasser ausgespült hatte, ärgert es trotzdem, dass nun wieder eine aufwändig produzierte Plastikflasche im Müll landet.
von Amei v.Hülsen-Poensgen

Reinigungsset von Uni Sapon bei Faircustomer.ch

Deshalb überzeugt mich die Putzmittelserie der österreichischen Firma Uni Sapon so sehr.  Seit 25 Jahren werden in Feldkirch in dem Familienbetrieb ökologische Reinigungsmittel hergestellt und dabei nicht nur auf die Qualität und Umweltschutz geschaut – sie legen auch Wert darauf, nur zertifizierte Kokosfette und Palmkernöle zu verwenden, bei deren Produktion der Schutz des Urwaldes und der Menschenrechte beachtet wurden. – Leider ist dies in der Biobranche nicht immer selbstverständlich.

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