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Schneller als Apple auf dem Markt – Witzige Taschen für den iPad aus Schweizer Behindertenwerkstatt bei Faircustomer

04. Februar 2010

Zur Abwechslung mal unsere eigene Presseerklärung von heute (4.2.10):

iPad Tasche Swiss Premium

iPad Tasche Swiss Premium

Behinderteneinrichtungen sind modern und schnell, das beweist gerade eine geschützte Werkstatt aus dem Zürcher Unterland. Nachdem die Firma Apple Ende Januar  ihren neuen Tablett-PC namens iPAD ankündigte, benötigte die Werkstatt Engelwisen der Stiftung Pigna in Bülach gerade mal eine Woche, um eine Serie mit Taschen für das neue Gerät auf den Markt zu bringen. „ Der iPad ist nicht nur technisch spannend sondern auch vom Design etwas Besonderes. Es hat uns Spass gemacht, dazu passende witzige und zugleich praktische Taschen zu entwerfen“, sagt Urs Rüegg, Leiter der Werkstatt Engelwiesen. Die Idee stammt von Amei Poensgen, der Gründerin des Internetmarktplatzes Faircustomer.ch. „Wir verkaufen bei Faircustomer viele Produkte aus Schweizer Behinderteneinrichtungen, daher wissen wir, wie gut und flexibel dort gearbeitet wird. Es hat grossen Spass gemacht, dieses Projekt gemeinsam mit der Stiftung Pigna zu realisieren.“
Die Taschen sind aus 5 Millimeter dickem Wollfilz, der die hochwertige Oberfläche des iPads zuverlässig vor Kratzern schützt und auch manchen Stoss abmildert. Zur Auswahl stehen 4 verschiedene Typen, „Business“ ist funktional und besticht durch Klarheit, „Student“ ist eine freche Hülle, aus der man das Gerät herausknöpft, „Modern Times“ macht durch seinen (verstärkten) Haltegriff den iPad mobil und mit „Swiss Premium“ gibt es sogar eine Umhängetasche mit dem Schweizer Kreuz. „Auf Wunsch können wir die Taschen in anderen Farben anfertigen oder auch die Modelle verändern, daher ist unser Angebot nicht nur für Endkunden sondern auch für Firmenkunden interessant, die individuelle Lösungen für Kunden oder Mitarbeiter suchen“ erklärt Urs Rüegg von Pigna. Und Amei Poensgen ergänzt: „Die Taschen sind ab heute bei Faircustomer.ch bestellbar. Damit sind wir schneller als Apple, denn den iPad gibt es frühestens Ende März.“

Die Taschen Student, Business, Modern Times und Swiss Premium sind von Hand gefertigt, aus 5 mm dicken Wollfilz und kosten inkl. Versand zwischen 55 und 87 CHF. Zu beziehen sind sie unter www.faircustomer.ch/iPad

iPad Hülle Student

iPad Hülle Business

Hintergrund:
Die Stiftung Pigna wurde von 28 Gemeinden aus dem Zürcher Unterland und von Privatpersonen 1981 gegründet. 160 Arbeitsplätze und 85 Wohnplätze stehen für Menschen mit Behinderungen an verschiedenen Standorten im Glatttal und Zürcher Unterland zur Verfügung.
Die Zürcher Firma Faircustomer. Ch ermöglicht es seit Oktober 2008 im Internet bewusst nachhaltig einzukaufen. Mehr als 100 verschiedene Händler bieten auf der Plattform qualitativ hochwertige Produkte an, die bio, fair, sozial oder ökologisch sind. Kunden können ihren Warenkorb mit den Angeboten unterschiedlicher Verkäufer füllen, mit einer Rechnung oder per Kreditkarte bezahlen und bekommen sie versandkostenfrei zugeschickt. Das Angebot ist breit gefächert, neben Schmuck, Kleidung, Naturkosmetik und regionalen Produkten finden sich auch Videos, Bücher und jeweils passend zur Jahreszeit ein bunter Reigen an Geschenk- und Dekorationsideen.

Kontakt

Amei Poensgen, Faircustomer AG, Signaustr. 3, 8008 Zürich
Tel. 043 268 5682, Amei.Poensgen(at)Faircustomer.ch
www.Faircustomer.ch

Thema Fairtrade/ Anständig einkaufen bei Ökotest

31. Januar 2010

“Ein echter Hebel, um etwas zu ändern, wäre, wenn die Verbraucher sich dafür einsetzen, dass die schädlichen Subventionen abgeschafft werden.” Gemeint sind die Agrarsubventionen, die in der EU und in Amerika gezahlt werden und die ein wichtiger Grund sind, warum die Weltmarktpreise für Agrarerzeugnisse so ruinös niedrig sind für Bauern in Mexiko und in Burkina Faso. Dieses Zitat von Prof. M. Busse von der Ruhruniversität in Bochum stammt aus der Darstellung “Thema Fairtrade / Anständig einkaufen” auf der Weseite der Zeitschrift Ökotest.

Die Einschätzung bei Ökotest ist realistisch: Trotz beachtlicher Wachstumszahlen des Fairen Handels ist er denkbar weit davon entfernt “… den Weltmarkt zu erobern und im großen Stil etwas an den Arbeitsbedingungen zu ändern…. Die wachsende Bedeutung der Bewegung ist zudem ein Klacks im Vergleich zu dem, was die Subventionen der Europäischen Union und der USA für die eigene Landwirtschaft auf den lokalen Märkten in den Entwicklungsländern anrichten.” (Quelle)

Dennoch bleibt der Faire Handel ein wichtiges Signal für Verbraucher, Politiker und Manager, dass die Verhältnisse sich ändern müssen. Jeder Kauf einer fair gehandelten Banane gibt eine Richtung vor und aus vielen kleinen Schritten werden vielleicht irgendwann auch grosse Würfe.

Für alle, die einen Einstieg in das Thema suchen ist diese Darstellung (und auch die Beschreibung der Labels auf dem deutschen Markt) zu empfehlen!

Gute Produktbeschreibungen im Internet

29. Januar 2010
© Peter Kirchoff / PIXELIO

Wie stellt man im Internet Produkte dar, bei denen es auf mehr ankommt als nur auf technische Daten? Viel wird geschrieben über neue technische Möglichkeiten wie Videos, Konfigurationen und das neue “Spielzeug”, die Augmented Reality um den Produkte “anfassbar” zu machen und den Kunden einen emotionalen Zugang zu den Produkten zu ermöglichen.

Ein wichtiger Schritt dazu ist jedoch viel banaler und erfordert keine grossartigen technischen Neuerungen. Ein gutes Bild und vor allem ein guter Text können dem Kunden das Gefühl vermitteln, er halte das Produkt in Händen und werde durch den Verkäufer auch noch ehrlich und gut beraten.

Unser Partner MyMarket.ch hat dazu eine kurze Broschüre mit Tipps zusammengestellt, die wirklich nützlich sind:

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1. Beschreiben Sie den Kunden das Produkt und vor allem den Nutzen, den sie davon haben

2. Schreiben Sie informativ, konkret, allgemein verständlich und passen Sie Ihre Sprache der Zielgruppe an (liest es ein Romantiker oder ein Technikfreak?)

3. Halten Sie sich kurz, vermeiden Sie Leeraussagen

4. Feilen Sie an Ihrem Titel: bekommt der Kunde beim Überfliegen die notwendigen informationen?

5. Strukturieren Sie den Text: Wichtiges zuerst, Details zum Schluss

6. Sprechen Sie die Kunden aktiv an “Schlafen Sie besser auf diesem Kissen”

7. Lassen Sie Ihren Text gegenlesen: versteht man, worum es geht, bleiben Fragen offen….

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Soweit unsere kurze Zusammenfassung.  Neben ausführlicheren und einfach umsetzbaren Erklärungen sind in dem pdf auch noch einige Tipps und Links zur besseren Bildgestaltung. Die ganze Broschüre von MyMarket.ch herunterladen kann man hier.

Der Vergleich von Äpfeln und Birnen ist nicht immer fair – zur Studie des Südwind Instituts: Soziale und ökologische Mode auf dem Prüfstand

03. Januar 2010

Faire Mode nicht so fair wie gedacht” titelte der Glocalist Mitte Dezember 2009 und bezog sich dabei auf eine Studie des Südwind Instituts, in der die Selbstauskünfte von 23 sozialen und ökologischen Modelabels miteinander verglichen werden. Und auch die Presseerklärung des Südwind Instituts selbst klingt wenig positiv:

Seit einigen Jahren schießen sozial-ökologische Modeanbieter wie Pilze aus dem Boden. Um Klarheit für Verbraucherinnen und Verbraucher zu schaffen, hat SÜDWIND eine Unternehmensbefragung durchgeführt. Das Ergebnis ist ernüchternd: Mit wenigen Ausnahmen fallen die sozialen und ökologischen Anforderungen der meisten Anbieter hinter etablierte internationale Standards zurück.

Also betreiben all die kleinen Lables Greenwashing, sind gar nicht so fair und ökologisch wie sie behaupten?

Ein genauerer Blick in die Studie hinterlässt da Zweifel. Der Reihe nach:

Verglichen werden dort Unternehmen wie Hess Natur mit 55 Mio € Umsatz mit Nebenerwerbslabels wie Laissezfaire mit weniger als 5000 € Umsatz im Jahr. Die angelegten Kriterien sind für alle gleich, auch wenn später in der Studie selbst eingeräumt wird, dass kleine Unternehmen oft gar nicht die finanziellen Mittel haben, um sich wie gefordert an der Verbesserung der Öko- und Sozialstandards der Produzenten zu beteiligen oder die Kosten der Zertifizierung ganzer Fabriken zu übernehmen (S. 48). Die Forderung, dass die Händler die finanziellen Lasten der Kontrollen und Zertifizierungen tragen führt daher bei allen kleinen Labels zur Abwertung, selbst wenn diese an ihre Produzenten einen Aufpreis zahlen für Fairtrade oder GOTS zertifizierte Produkte und damit eben doch indirekt einen Teil der Kosten tragen.

Aber zu den zunächst einleuchten klingenden Kriterien im Einzelnen:

1. Nachweis der Einhaltung aller angegebenen Sozialstandards in gesamter Produktionskette

  • Detaillierte Hinweise auf alle grundlegenden Sozialstandards in einem Kodex
  • Geltung des Kodex in gesamter Produktionskette

Anmerkung: Bewertet wird hier recht formalistisch, auf welche ILO-Konventionen etc. auf der Webseite verwiesen wird. Richtig ist: mehr Transparenz wäre wünschenswert und auch klarere Stellungnahmen mancher Label, was sie unter sozial verträglich verstehen. Die Studie selbst ist da jedoch nicht stringent, bei den beiden Anbietern, die Produkte von Produzentenkooperativen vertreiben, wird darauf verzichtet, obwohl gerade wenn die ArbeiterInnen selbst das unternehmerische Risiko tragen, durchaus der Lohn mal nicht existenzsichernd sein kann und nicht auszuschliessen ist, dass die Kinder mal mit ran müssen, wenn der Auftrag fertigwerden muss…

Gerade kleine Unternehmen haben oft überhaupt keine Möglichkeit sicherzustellen, dass die gesamte Produktionskette fair und ökologisch funktioniert, welcher Lieferant von Reissverschlüsen lässt sich von einem in die Karten schauen, der bloss 100 Reissverschlüsse im Jahr kauft?

2. Externe Kontrolle (bei Öko-Standards) und unabhängige Verifizierung (bei Sozialstandards)

  • Nachweis durch GOTS- und/oder IVN- Best-Zertifizierung oder direkte Überprüfung von Produktionsstätten durch akkreditierte Öko-Institute
  • Mitgliedschaft in einer Multistakeholder- Initiative oder genossenschaftlich organisierte Produktionsstätte

Anmerkung:

Für uns nicht ganz nachvollziehbar: warum wird beispielsweise die Schweizer Remei AG hier abgewertet, obwohl ihre bioRe-Standards strenger sind als beispielsweise GOTS? Unseres Wissens nach werden die Produktionsbetriebe durch die bioinspecta überprüft und die sozialen Standards durch FLO Cert. Damit wird hier ein Unternehmen als wenig glaubwürdig eingestuft, das als Pionier der Biobaumwolle einen wesentlichen Beitrag zu deren Verbreitung geleistet hat und dafür diverse Preise erhielt, u.a. auch von der UNO (weitere Infos auf deren Presseseite).

Für mich ein weiterer Hauptknackpunkt der Studie ist die Abwertung, sobald der Händler nicht Mitglied einer Multistakeholder Initiative ist. Zur Erklärung: Multistakeholderintitiativen sind Einrichtungen zur Überwachung von Sozialstandards, an denen neben den Unternehmen auch Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen und manchmal auch Regierungen beteiligt sind. Obwohl in der Auswertung selbst beschrieben wird, wie löchrig die Kontrollen durch Multistakeholderinitiativen noch sind (S. 55), führt die Nichtmitgliedschaft automatisch zur Abwertung. Die Alternative des SA 8000 Lables wird nicht für zulässig gehalten (mit dem Verweis, die Kontrolldichte sei löchrig ;-) , eine Auseinandersetzung mit dem BSCI Label habe ich vergeblich gesucht in der Studie und im klassischen Fairtradebereich steht mit dem Siegel der FLO ebenfalls eine Alternative zur Verfügung…

3. Transparenz

  • Regelmäßiger Nachhaltigkeitsbericht
  • Ausführliche Informationen auf Webseite über gesamte Produktionskette [Nennung aller Länder und Produktionsstätten, aus denen Rohstoffe kommen und wo die Verarbeitung bis hin zur Konfektionierung und dem Finishing stattfindet, sowie ggf. über welche (Zwischen-)Händler die Produkte bezogen wurden]

Anmerkung: Ja, auch wir sind für mehr Transparenz und Überprüfbarkeit, aber regelmässiger Nachhaltigkeitsbericht bei einem Unternehmen, das noch nicht einmal 50.000 € Umsatz macht? Und dann noch am besten durch externe NGOs verifiziert?

Ausführliche Infos auf der Webseite: Auch hier gilt, dass mehr Transparenz wünschenswert wäre. Aber alle Produktionsstätten, wenn man als kleiner Fisch bei einem anerkannten Fairtradelieferanten einkauft? Wie war das noch gleich mit den Reissverschlüssen?

4. Finanzielle Hauptverantwortung

  • Übernahme von Kosten für Kontrollen von Öko- und Sozialstandards sowie von Verbesserungsmaßnahmen
  • Mehrpreis für zertifizierte Produkte (GOTS, IVN Best, kbA-Rohstoffe, fair gehandelt etc.)

Anmerkung: Innerhalb der Fairtradebewegung tragen oft die Produzenten die Kosten für die Zertifizierung ihrer Produkte/Produktionsweise. (vgl. die Standards der FLO und auch der WFTO), die Produzenten werden dafür entschädigt, indem ihnen die Händler einen höheren als den Marktpreis zahlen. Dies erscheint gerade für kleinere Händler eine viel praktikablere Lösung, da häufig nicht nur ein Händler bei einem Produzenten einkauft und der ökonom. Anreiz zur Zertifizierng beim Produzenten liegt. Bei grossen Händlern überwiegt das Interesse konzernweit die gleichen Standards bei allen Anbietern durchzusetzen und da macht es schlicht Sinn, dem Händler auch die Kosten für die Überprüfung der Standards aufzubürden. Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen…

Daher: ist es fair alle diejenigen abzuwerten, die die Kosten nur indirekt über einen höheren Preis zahlen?

5. Fair gehandelte Rohstoffe

  • Min. 90% der Produkte sind fair gehandelt bzw. aus fair gehandelter Baumwolle

6. Kontrolliert biologische (kbA/kbT) Rohstoffe

  • Min. zwei Drittel der genutzten Baumwolle sind kontrolliert biologisch angebaut


7. Möglichst geringe Belastungen durch Chemikalien

  • Min. zwei Drittel aller Produkte haben GOTS- oder IVN-Best-Siegel

Anmerkung: nicht alle der angesprochenen Firmen sind überhaupt mit dem Anspruch unterwegs bio und fair auftreten zu wollen (z.B. Primel und Hess Natur). Sie werden daher mit einer Meslatte gemessen, die gar nicht die eigene ist…

Fazit: Auch uns ist es ein Anliegen, dass diejenigen, die von sich behaupten besonders fair, sozial oder ökologisch zu handeln sich an ihren Zielen messen lassen. Aber das kann nur gerecht enden, wenn man die verschiedenen Ausgangslagen im Auge hat, berücksichtigt, dass da längst nicht alle mit gleichlangen Spiessen kämpfen und das es unterschiedliche Wege zu dem Ziel gibt in der Bekleidungsindustrie die Verhältnisse zum Positiven zu wenden….

Und trotz der Kritik an der Studie ist sie ein Ansporn: wir werden unsere Faircustomer-Händler noch einmal wieder darum bitten wo es ihnen möglich ist sich zertifizieren zu lassen, Mitglied in Vereinigungen wie Swissfairtrade oder der WFTO zu werden, bei der Fairtradeproduktion immer wieder neu auch ökolog. Kriterien einfliessen zu lassen und Kunden ehrliche Auskunft zu geben über das Erreichte und die Ziele…

Aber man muss akzeptieren, dass ein Weg aus vielen kleinen Schritten besteht und niemanden abstrafen, weil er nicht beim Start schon am Ziel ist.

Und so richtig am Ziel sind wir ohnehin erst, wenn in die EU einfach nichts mehr importiert werden darf, dass nicht ökosozialen Mindeststandards entspricht. Bei Sicherheits- und TÜV-Standards schaffen wir das doch auch, warum nicht auch bei den Produktionsbedingungen? Aber das ist ein anderes Thema, mehr dazu in dem empfehlenswerten Buch von Zervas “Global Fairtrade, Transparenz im Welthandel”

Anmerkung: eine kurze Diskussion einiger Labels, die in der Studie angesprochen wurden findet man hier
Und bei der Journalistin Kirsten Brodde auch eine Diskussion mit dem Autoren der Studie

Update 4.1.10: In den Niederlanden haben sich aus ähnlichen Gründen kleinere Modelabel zu Clean Unique zusammengeschlossen und sind kollektiv der Fair Wear Foundation beigetreten. Allerdings ist ein Jahresumsatz von 250´000 € Voraussetzung, dafür muss man schon im Geschäft sein….

Der nachhaltige Advent in der Schweiz: Adventskalender mit Weihnachtsmärkten und anderen Gelegenheiten bio – fair – sozial oder ökologisch einzukaufen

27. November 2009

Im Advent 2009 sind die meisten unserer Händler landauf landab auf Märkten anzutreffen oder laden zu kleinen oder grösseren  Ereignissen ein. Wir stellen hier einfach einmal einen nachhaltigen Schweizer Adventskalender zusammen, sind doch diese Veranstaltungen eine schöne Möglichkeit, sich nachhaltig auf Weihnachten einzustimmen und Geschenke zu finden, die nicht nur kreativ und individuell sind, sondern auch wirklich sozial und/oder ökologisch Sinn machen:

Adventsmarkt Trogen

Adventsmarkt Trogen

Weitere Veranstaltungen bitte in den Kommentaren eintragen, wir werden den Kalender dann erweitern, wir wollen aber keine vollständige Liste aller Weihnachtsmärkte aufstellen, sondern nur diejenigen aufführen, bei denen wirklich nachhaltige Produkte verkauft werden!

Und für diejenigen, die lieber digital den Advent begehen: Es gibt wieder den Adventskalender nachhaltige Entwicklung mit schönen Tipps, interessanten Initiativen und spannenden Preisen: Reinschauen lohnt sich!

im ganzen Advent

findet man El Tucan mit den schönen Alpacapullovern, südamerikanischer Weihnachtsdekoration, Taschen, Hemden und Gürteln aus fairem Handel auf den Weihnachtsmärkten in Bern (Waisenhausplatz 28.11.-29.12.), Winterthur (1.-23.12.) und im Zürcher Bahnhof (27.11.-24.12), direkt beim Swarovski-Baum

In Winterthur findet man auch das Atelier Attenhofer mit den schönen Putumayo-CDs den ganzen Advent hindurch (Stand 70 und 71).

vom 26. – 29.11

1. DesignWeihnachtsmarkt in Luzern: vom 26. bis 29.11. in der Kornschütte: Shopping, Culture, Food & Drinks. Mit dabei unsere Händler Fidea Design mit den pfiffigen magnetischen Kerzenhaltern Monolux, PRIMECUT (witzige Gürtel, u.a. aus chinesischen Zeitungen), sakku (die Solartasche, deretwegen unser Natel nie mehr ohne Strom ist) wortgewandt (wunderschöne Wortschilder, gemalt nach alter Schildermalertradition in Indien)

Stiftung Pigna mit den edlen Schalen aus Glasfusing und handgeschöpften Karten auf den Weihnachtsmärkten in der Altstadt Bülach und in Kloten

am Donnerstag, d. 3.12.

lädt die Helvetas von 15.00 – 21.00 Uhr in ihrem schönen Laden in Zürich (Weinbergstr. 22a) zum Adventsapéro. Jedermann ist herzlich willkommen, die Einladung (mit einem Einkaufsgutschein) gibt es hier Helvetas_Adventsapero_Flyer_210×105_d_HE

am Samstag, d. 5.12. die beiden Highlights des nachhaltigen Advents:

Baden im Argau und Trogen im Appenzellerland verwandeln sich in Weihnachtsmärkte der besonderen Art. Behinderteneinrichtungen der ganzen Schweiz bieten ihre Produkte an und lassen sich über die Schulter schauen. Jeder spricht davon, wie dringend wir die Hektik aus unserem Alltag verbannen müssten. Für uns als Faircustomerteam sind diese Märkte längst zu einem Sinnbild von Ruhe, echter Weihnachtsstimmung und “slow Christmas” geworden. Beide Märkte am 5.12. von 9 – 17.00 Uhr

mehr zum Adventsmarkt in Trogen und zu dem in Baden

Freitag 11.-Sonntag 13. Dezember

ein Weihnachtsmarkt in den Bergen, mit Glück sogar mit Schnee: Natur aus dem Jauntal ist mit dabei beim Weihnachtsmarkt in Jaun (Greyerzerbezirk), ein Geheimtipp für den Traditionelles oder Neues aus den Bergen: Löwenzahnhonig, Massageöl aus Alpenkräutern oder leckeren Ziegenkäse…

Samstag 12. Dezember

Weihnachtsmarkt von Schloss Herdern (Thurgau), eine schöne Gelegenheit, endlich einmal dem Holztraktor im echten Leben zu begegnen, der ein stiller Traum von kleinen Söhnen und grossen Vätern ist, mehr Infos hier

Santa Lucia im Seefeld in Zürich mit Fairy Tale im Trendroom / Kunst im Seefeld in Zürich (Seefeldstr. 220, 11.00 – 16.00 Uhr): Die exklusive und schöne Kleidung von Fairy Tale ist eine Versuchung, der edle Schmuck noch mehr und endgültig schwach werden wir bei ihren Taschen… (Übrigens sind ihre Sachen im Trendroom noch bis zum 19. Dezember zu sehen und zu kaufen!)

Sonntag 20.12.2009

verkaufsoffener Sonntag der Werkstatt Engelwiesen (Stiftung Pigna) in Bülach

Weihnachtsapéro bei Sakku in Basel

Gerne möchten wir dich zu unserem Apéro am Sonntag 20. Dezember in unseren Front Store am Gerbergässlein 32 in Basel einladen. Ab 13 Uhr gibt’s Glühwein, Guetzli und 10% Rabatt auf das gesamte Sortiment. Eine Anmeldung ist nicht nötig, es gibt genug für alle. Schau einfach vorbei, trinke was und lästere mit uns über den Weihnachtsstress der anderen Leute.
Wir freuen uns darauf, viele bekannte – aber hoffentlich auch einige neue – Gesichter  zu sehen und ein paar gemütliche Stunden mit euch zu verbringen. Hoffentlich auch mit dir.

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Weitere Veranstaltungen bitte in den Kommentaren eintragen, wir ergänzen die Liste dann. (Also lohnt es sich auch, regelmässig vorbeizuschauen….)

Mit dem Geld für gesammelte Schuhe und Textilien Gutes tun

28. Oktober 2009

… klingt erst einmal nicht neu, die Kirchen und andere tun das mit ihren Altkleidersammlungen schon lange. Aber hier hat jemand das Prinzip neu gedacht und zieht es anders auf: Um die Recyclingquote bei Textilien und Schuhen zu erhöhen, lancieren Modefirmen eine Seite, auf der die User abstimmen können, welche Charity 1000 € überwiesen bekommt.

Hier die Presseerklärung dazu: (Lest über die reisserische Anpreisung hinweg, die Idee, die dahintersteckt ist wirklich interessant und die Firma I:CO ganz sicher auf einem spannenden Weg.)

Hamburg (ots) – Tue Gutes – und sammle Geld! Wer auf www.charitystar.com ein wohltätiges Projekt vorstellt, hat regelmäßig die Chance auf 1.000 Euro. Vorausgesetzt das Konzept überzeugt die User. Initiator ist das Schweizer Recycling-Unternehmen I:Collect AG gemeinsam mit den Handelspartnern ADLER Modemärkte, MISTER MINIT Schuhreparatur, dem Schuhhändler RENO, Stichweh Reinigungen und Vögele Shoes.

Das gab es so noch nie: Ab sofort werden wohltätige Projekte, soziale Aktionen und gemeinnützige Ideen regelmäßig mit 1.000 Euro belohnt. www.charitystar.com heißt das neue Online-Portal, auf dem sich jeder – egal, ob Verein, Organisation oder Privatperson – durch die Vorstellung seines Projekts für das Preisgeld und damit den CharityStar bewerben kann. Wer die finanzielle Unterstützung für seine gute Tat bekommt, entscheiden letztlich die Besucher der Seite. Denn während im Hintergrund ein Eurozähler tickt, stimmen diese online für das Konzept, das sie am meisten überzeugt. Gewonnen hat, wer in dem Moment, in dem der Zähler auf 1.000 Euro springt, auf Platz 1 der CharityStar-Rangliste steht.

Wie oft der Zähler gefüllt ist, hängt von der Menge an Textilien und Schuhen ab, die in den Sammelstellen des I:CO- Systems (”I collect = “ich sammle”) abgegeben werden. “Pro Kilogramm füllt sich das CharityStar-Spendenkonto stetig”, so Stephan Wiegand, Verwaltungsrat der I:Collect AG. “Bei den derzeitigen Abgabemengen können wir so ca. alle 4 Wochen 1.000 Euro vergeben. Unser Ziel ist es aber, so viele Menschen für das I:CO-System zu begeistern, dass wir innerhalb der nächsten zwölf Monate täglich 1.000 Euro ausschütten können.”

Auch der Handel bewertet die Gemeinschafts-Aktion positiv. Max Manuel Vögele, CEO der Karl Vögele AG: “Es ist schön, ein Projekt zu unterstützen, bei dem alle gewinnen: Erstens der Mensch, der umweltgerecht seine Schuhe entsorgt und dafür einen Einkaufsgutschein erhält. Zweitens unsere Umwelt, indem wertvolles Material wieder verwendet statt verbrannt wird. Und drittens die durch unseren Spendenbeitrag von CharityStar geförderten Projekte.” Hintergrund: Derzeit werden immer noch rund 400.000 Tonnen jährlich im Hausmüll entsorgt.

Über CharityStar: CharityStar ist eine Initiative der I:Collect AG und deren Handelspartnern ADLER Modemärkte, MISTER MINIT Schuhreparatur, RENO, Stichweh Reinigungen und Vögele Shoes. Gemeinsam bilden sie die Sponsoren-Gemeinschaft von CharityStar, die die Gewinnsummen zur Verfügung stellt. Ziel der Unternehmen ist es, zum gemeinnützigen Handeln zu motivieren und durch das Abgeben von ausgedienten Kleidungsstücken und Schuhen gleichzeitig die Umwelt zu schonen. www.charitystar.com Über

I:CO: Das Schweizer Unternehmen I:Collect AG ist ein Mitglied der SOEX Group mit Sitz in der Schweiz. Seit Februar 2009 sammelt I:CO Alttextilien und Schuhe in den Filialen der Partnerunternehmen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg. Kunden erhalten dort für abgegebene Textilien sowie Schuhe Einkaufsgutscheine des jeweiligen Geschäftes. I:CO recycelt diese getragenen Textilien und Schuhe fachgerecht sowie umweltschonend und hält den Rohstoff so im Wiederverwertungskreislauf. www.i-co.ag

Noch eine Anmerkung: Wer hierbei an cradle to cradle denkt, liegt sicher nicht ganz falsch. Die Firma I:CO gehört zur SOEX Group, eine der weltgrössten Recyclingfirmen für Kleidung. Deren Homepage nach liegt die Recycling- oder Wiedervertungsquote bei 98 %, angestrebt werden 100%. Und wieder auf der Seite von I:CO findet man den Hinweis darauf, dass man für die Entwicklung praxistauglicher Recyclingmöglichkeiten auch mit dem von Michael Braungart gegründeten  Hamburger Institut EPEA zusammenarbeitet.

Von den Provokationen blinder Menschen und dem Tag des Weissen Stockes 15. Oktober 2009: Hindernisfrei durch die Stadt

12. Oktober 2009

Im Moment erregt ein Pakat in Zürich Aufmerksamkeit:

Eine alte blinde Frau in einem wuscheligen, niedlichen Pandakostüm und darunter steht zu lesen: “Nicht nur bedrohte Tiere sind auf Spenden angewiesen”.

eine blinde Frau posiert in einem Pandakostüm

Nicht nur bedrohte Tiese sind auf Spenden angewiesen

Das ist die Spendenaktion eines grossen Blindenheims in der Stadt, das zur Deckung des Defizits auf Spenden angewiesen ist. Die Provokation gelingt, zumindest unsere Familienmitglieder stutzten alle, als sie das Plakat zum ersten Mal sahen, es wurde diskutiert und nun können sie alle mit dem Namen Blindenheim Mühlehalde etwas anfangen.

10 m von dem Plakat in unserer Nachbarschaft entfernt wird einmal wieder gebaut. Just an der allerengsten Stelle wurde der Gehweg aufgerissen. Offenbar will man den Asphalt erneuern. Einige Tage war nun da dieser Gehweg einfach abgesperrt, die Fussgänger mussten auf der Strasse am Hinderniss vorbei und die Strasse ist stark befahren. Ich habe mich geärgert, es ist ein Schulweg und den Kindern ist damit der Weg zum Zebrastreifen, an dem sie ungefährdet die Strasse überqueren können, versperrt gewesen. Aber andere treffen solche gedankenlosen Aktionen noch viel mehr und darauf sollen wir alle am “Tag des weissen Stockes” aufmerksam gemacht werden:

Wenn man sich bei der Orientierung in der Stadt nicht auf die Augen verlassen kann, worauf dann? Zum internationalen Tag des Weissen Stockes am 15. Oktober fordern blinde und sehbehinderte Menschen Hindernisfreiheit im öffentlichen Raum.

Der Weg zur Arbeit. Der Weg ins Lebensmittelgeschäft. Der Weg zu Freunden. Wir verschwenden wenige Gedanken an unseren Weg, wenn wir unterwegs sind. Schliesslich haben wir stets das Ziel vor Augen – die Beine tragen uns scheinbar automatisch dorthin. Für eine blinde oder sehbehinderte Person ist die Orientierung allerdings eine Herausforderung und bedeutet höchste Konzentration. Wie findet ein Mensch den Weg zur Arbeit, wenn er nichts sieht?

Leitlinien zur Orientierung

Blinde Menschen inspizieren zusammen mit einem Mobilitätstrainer einen bestimmten Weg mehrmals. Dabei prägt sich der blinde Fussgänger möglichst viele Merkmale ein, bis er selbstständig zum Ziel findet. Solche Merkmale können Trottoirs, Bodenbeschaffenheiten oder Geräusche sein. Unentbehrliches Hilfsmittel für diese Mission ist der Weisse Stock: Mit dem Weissen Stock lässt sich die Umgebung ertasten. Über die taktilen sowie akkustischen Feedbacks aus dem Aufschlag auf den Boden und umliegende Objekte, gleicht der Stockbenützer seinen inneren Stadtplan ab. Der Weisse Stock macht eine blin-de Person ausserdem für sehende Verkehrsteilnehmer sichtbar.Eine wichtige Orientierungshilfe sind Leitlinien. Die taktilvisuellen Streifen am Boden sind mit dem Weissen Stock sowie mit den Füssen erkennbar. Dank dem hohen Kontrast sind sie auch für sehbehinderte Menschen wahrnehmbar. Die Schweizer Fachstelle für behindertengerechtes Bauen hat Richtlinien für das Leitliniensystem Schweiz erstellt. Ziel ist es, Fusswegnetze in der Schweiz so zu gestalten, dass sie für alle Nutzergruppen zugänglich sind.

Internationaler Tag des Weissen Stockes 2009

Zum internationalen Tag des Weissen Stockes machen blinde und sehbehinderte Menschen in allen Landesteilen der Schweiz auf ihre Bedürnfisse aufmerksam. Die diesjährige Kampagne dreht sich rund ums Thema Hindernisfreiheit: Der öffentliche Raum muss für alle Menschen zugänglich sein. Dieser Grundsatz stützt sich auf das Diskriminierungsverbot der Bundesverfassung. Um blinde oder sehbehinderte Menschen nicht auszugrenzen, soll der öffentliche Raum genügend Orientierung bieten, damit sich ein blinder oder sehbehinderter Mensch darin zurechtfindet. Dies trifft auf moderne Schweizer Städte leider immer weniger zu. Moderne Zentren sind geprägt durch wenige Trottoirs, durch wachsenden Verkehr und durch offene Begegnungszonen. Woran sollen sich blinde Menschen da noch orientieren? Es ist wichtig, dass unsere Städte bei der Planung die Bedürfnisse von sehbehinderten Menschen berücksichtigen. Beispielsweise soll das Leitliniensystem dort eigesetzt werden, wo baulich keine bessere Lösung gefunden werden kann. Blinde und sehbehinderte Menschen kommen somit sicher an ihrem Ziel an und bleiben trotz Sinnesbehinderung mobil und selbstständig.

Weitere Informationen und Bildmaterial unter: www.weisserstock.ch

Tipp: Leitlinien immer frei halten!

Viele Einwohner wissen nicht, wozu Leitlinien dienen. Sie verstellen die taktilen Linien mit Velos, Blumentöpfen oder Werbeträgern und verursachen dadurch Zusammenstösse und Stürze. Blinde und sehbehinderte Menschen sind jedoch darauf angewiesen, dass Leitlinien respektiert und freigehalten werden.

Wegbeschreibung eines blinden Menschen: HB Zürich bis Zollstrasse

Ich steige in einen der vordersten Zugabteile ein, damit ich weiss, dass ich im Zürcher HB in der Nähe des Gleiskopfes ankomme. Am Zürich HB gehe ich auf dem Perron entgegen der Fahrtrichtung zurück. Mit dem Weissen Stock fühle ich bald das gerippte Aufmerksamkeitsfeld. Es zeigt mir die oberste Stufe zur Personenunterführung West an. Ich gehe die Treppe hinunter, drehe mich 90 Grad nach rechts und treffe auf tastbare Leitlinien. Mit der Schleifpendeltaktik taste ich mich vorwärts bis hinter das Perron 18. Dort befindet sich ein Zwischengeschoss. Man hört den Hohlraum deutlich. Mit einem Mobilitätstrainer bin ich bereits einmal diagonal durch dieses Zwischengeschoss gegangen, daher weiss ich, dass der Durchmesser etwa 30-40 Meter beträgt. Ich muss nun in der Mitte eine Abzweigung nach links erwischen. Bestätigung, dass ich richtig gelaufen bin: der Duft eines Hot-dog Standes. Danach erreiche ich eine dreiteilige Treppe. Wenn ich diese hinaufgestiegen bin, stehe ich an der Zollstrasse. Ich muss die Strasse überqueren. Mit dem Weissen Stock fordere ich das Vortrittsrecht an; ich strecke meinen Arm senkrecht nach vorn, den Weissen Stock gut sichtbar in der Hand. Dann warte ich und horche, ob die Autos stoppen. Wenn ich kein fahrendes Auto höre kanns losgehen.”

Originaltext: Schweizerischer Zentralverein für das Blindenwesen
Internet:  Der Tag des weissen Stockes

und hier wann und wo man selbst einmal die Erfahrung machen kann, nur mit einem Stock sich zurecht zu finden: Aktionsorte

World Congress on Organic Cotton 21.-25. Sept. 09 in Switzerland

31. August 2009

Hier leite ich einfach eine Einladung unseres Partners Helvetas weiter:

Here I just post the invitation by our partner Helvetas (a Swiss NGO)

World Congress on Organic Cotton 21-25 IX 2009 in Switzerland

Last Call: Register now for the World Congress on Organic Cotton21.-

(version française en bas)

Are you involved in organic cotton and looking for networking and business opportunities? The World Congress on Organic Cotton will provide you the chance to satisfy your hunger for knowledge and meeting new contacts. From September 21 through 25, the Swiss city of Interlaken will transform into the organic cotton community’s melting pot.

Join us on September 21 for an introductory seminar on organic and sustainable fashion for brands and retailers! This one day of intensive training, jointly organized by Organic Exchange and MADE-BY, will host presentations and interactive sessions.

Meet with C&A, H&M, Huntsman, Tchibo, Jules Clarysses, Patagonia, Noir, Tudo Bom and many more to discuss sourcing options and ways to improve the ecological and social performance of your brand. Get inside knowlegde of how to market your products sucessfully in an economically difficult time.

The congress will make use of new, innovative workshop forms and knowledge sharing tools. We will utilize blogs and short films to capture results, news and reveal secrets with ongoing debates. Your opinions and recommendations will be documented and conveyed to a broad public.

The fabulous fashion show, featuring the amazing collections of Marina Spadafora and Davide Grazioli (Banuq), Imane Ayissi, Kofi Ansah and internationally celebrated Peter Ingwersen (Noir), will prove that fashionability and sustainability can perfectly go hand in hand.

Do not miss the opportunity to present your company or organization at the marketplace, book your stand today! The congress offers you the entire world of organic cotton on one large platform. Check out the congress website: www.fashiontosustainability.org – registration is only open until September 13, 2009!

Important: There are only a few seats left for the Gala Dinner on Lake Thun! Please, make your reservations as soon as possible.

Let’s make a fresh start in Interlaken to bring sustainability to fashion at last!

Dernier appel: Inscrivez-vous pour le congrès international sur le coton bio

Vous avez choisi le coton bio et cherchez à faire progresser votre business. Vous cherchez des contacts, vous voulez enrichir votre réseau ?

Venez nous rejoindre à Interlaken au congrès international sur le coton bio ! Du 21 au 25 septembre, la ville située aux pieds des cimes majestueuses des Alpes bernoises se transformera en un melting pot qui réunira tous ceux qui, de part le monde, s’occupent de coton bio. Vous aussi pouvez participer à cet évènement !

Le 21 septembre, la veille de l’ouverture officielle du congrès, se tiendra un séminaire de formation organisé par Organic Exchange et MADE-BY et destiné aux marques et aux détaillants. A côté des  présentations il contient ainsi des sessions interactives.

Vous voulez améliorer la performance sociale et écologique de votre marque? Commercialiser du biologique et de l’équitable en période de crise? Rendez-vous avec C&A, H&M, Huntsman, Tchibo, Jules Clarysses, Patagonia, Noir, Tudo Bom pour profiter de leur expérience et de leurs conseils.

Pendant le congrès, tout sera fait pour faciliter les échanges et le partage d’expérience. Les instruments du «knowledge sharing» permettront à tous les participants d’échanger leurs idées et leurs expériences et vous permettront d’être en tout temps informé.

Un défilé de mode fantastique, présentant les nouvelles collections de Marina Spadafora et Davide Grazioli (Banuq), Imane Ayissi, Kofi Ansah et du fameux créateur Peter Ingwersen (Noir), vous donnera la preuve que l’éthique et le respect de l’environnement ont aussi leur mot à dire dans les dernières tendances de la mode.

N’hésitez pas de présenter votre entreprise ou votre organisation à l’exposition : réservez votre stand dès aujourd’hui ! Le congrès vous offre le monde entier du coton bio sur une seule plateforme.

Visitez le site Internet du congrès www.fashiontosustainability.org – l’inscription est ouverte jusqu’au 13 septembre 2009 !

Important: Il n’y a que peu de places pour le dîner de gala sur lac de Thoune. Faites votre réservation le plus tôt possible.

Ensemble à Interlaken pour ouvrir la voie à une mode durable !

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Helvetas Swiss Association for International Cooperation
Organic & Fairtrade Competence Centre
P.O. Box, CH-8021 Zurich, Switzerland
Phone direct: ++41 (0)44 368 65 33, Fax: 368 65 80
http://www.fashiontosustainability.org
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Fundstück: Behindertengerechtes Bauen im öffentlichen Raum

17. Juli 2009

Am Wegesrand gefunden: Die (nicht so grosse) Gemeinde Uster im Kanton Zürich hat einen Leitfaden entwickelt zum Behindertengerechten Bauen im öffentlichen Raum. Mit einer Checkliste können alle Bauvorhaben einfach und schnell geprüft werden, entsprechende (Schweizer) Vorschriften sind schnell auffindbar, eine tolle und praktikable Hilfe für den Alltag einer Gemeinde. Wenn es dann noch zusätzlich wie in Uster regelmässige Semestergespräche mit Betroffenengruppen gibt, ist die Gemeinde sicher auf  dem richtigen Weg, Barrieren im Alltag abzubauen.

Wer kennt ebenfalls positive Beispiele von Gemeinden, denen andere folgen können?

Gefunden über zaemehebe 2009/1, S. 17 der Zeitschrift des Werkheim Uster (Die Zeitschrift ist auch sonst lesenswert, geht sie doch anhand einer konkreten Einrichtung der Frage nach: Behindertenbonus – Realität oder Mythos?)

Die Produkte des Werkheim Uster auf Faircustomer findet man hier

Bottle-Bag für Sigg-Flasche

Bottle-Bag für Sigg-Flasche

Agenda EMU-Cartoon

Vom richtigen Umgang mit Kritik

16. Juli 2009

Peter Parwan vom Lohas-Blog hatte sie vorsichtig formuliert, seine Frage/Kritik an dem deutschen Unternehmer Hans Reitz, der einerseits sein Geld mit Konzernen wie E.on und BASF verdient und andererseits gemeinsam mit Prof Yunus das Grameen Creative Lab aufbaut. Er fragt, ob man Herrn Reitz als modernen Social Robin Hood sehen müsse oder ob da eine Kommunikationsagentur geniales Greenwahing betreibt. ” Es kommt letztlich darauf an, wie und wer der Mensch ist, der die Verantwortung dafür trägt, egal ob als Akteur für Social Business oder welche anderen Attribute als Information zugeordnet werden.”

Kaum veröffentlicht reagiert Hans Reitz darauf. In einem langen, gut formulierten Kommentar legt er dar, dass er nicht mehr am operativen Geschäft der Kommunikationsagentur beteiligt sei. Er hielte aber Grossunternehmen für einen wichtigen Teil unserer Wirtschaft und Gesellschaft. “Ebenso wie Prof. Yunus bin auch ich der Meinung, dass jeder Mensch mehrdimensional ist und nichts Verwerfliches daran ist, Geld zu verdienen ….
Ich bin der festen Überzeugung, dass wir ähnlich wie in jedem Biotop sowohl Mammutbäume als auch Mikroorganismen haben müssen….”

Und dann erklärt er, dass er nun unter anderem seine  alten Kontakte nutze um zu helfen Sozialfirmen aufzubauen, die für Prof. Yunus ein wichtiger (oder der wichtigste?) Baustein zu einem Leben ohne Hunger sind.

Quelle: Lohas-Blog (Beitrag und Kommentar)

Warum zitiere ich das? Nicht wegen des Themas, das kennen wir schon ganz lange, hier die Kritik an der Grossindustrie – dort das kopfschüttelnde Unverständnis für weltfremdes Denken… Nein, was diese Diskussion besonders und berichtenswert macht ist der Ton, in dem sie geführt wird. Peter Parwan hat sich aufdrängende Fragen gestellt ohne den Gefragten schon zu verurteilen, hat Raum gelassen für eine Antwort in Augenhöhe. Und Hans Reitz hat sich diesen Fragen inhaltlich gestellt ohne sofort als Person verletzt zu reagieren und so konnte die Diskussion bei der zugrunde liegenden Frage ankommen: Wenn wir es ernst meinen mit der Bekämpfung des Hungers, was ist der beste Weg dorthin?

Keine Ahnung, ob die beiden sich nun inhaltlich einig geworden sind, aber immerhin werden sie auch in Zukunft respektvoll miteinander reden können.

Könnten wir nicht alle unsere Auseinandersetzungen so führen?

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