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Persönliches Streiflicht: Wieder nicht genug hingesehen

19. April 2012

Gestern am frühen Abend. Auf dem Weg zur Wohnungstür hören wir plötzlich laute Stimmen im Treppenhaus über uns. Wörter kann man nicht verstehen, es sind offensichtlich junge Stimmen, ich meine, ein Kind zu hören und dann ist es still. “Da hat wohl eine der Familien über uns Stress”, denke ich, während Emma die Tür aufschliesst. Kurz vor dem Reingehen drehe ich mich noch einmal um. Von oben kommt ein Mann um die Kurve der Treppe und bleibt überrascht stehen, als er mich sieht. Ich schaue ihn an, sehe dann das grosse Postpaket, daß er unter dem Arm trägt. Schon wieder einer der vielen Paketboten, die regelmässig durch das große Mehrfamilienhaus laufen, denke ich und grüße ihn. Er antwortet und ich ziehe die Wohnungstür hinter mir zu.

- Eine sekundenkurze Alltagsbegegnung.

	Gerd Altmann  / pixelio.de

Gerd Altmann / pixelio.de

Eine Viertelstunde später der Anruf einer Nachbarin: Die 88jährige Dame 2 Stockwerke über mir, sei an der Haustür überfallen worden, ob ich 3 junge Männer gesehen hätte? Weder Emma noch mir fallen zunächst der Paketbote ein, wir beide hatten diese kurze Begegnung schon fast vergessen.

Und dann fragen wir doch nach und richtig: Das war der Mann, der sie mit dem grossen Paket unter dem Arm dazu gebracht hatte die Tür zu öffnen, die jungen Stimmen müssen die Männer gewesen sein, die dann plötzlich aus dem Fahrstuhl auftauchten und sie zu Boden warfen. Wir waren Ohrenzeugen gewesen, wie sie nach ihrem Raubzug die Wohnung verliessen und als ich meine Wohnungstür hinter mir schloss, machte ich ihnen den Weg frei, unbehelligt mit ihrer Beute zu verschwinden.

Und im Nachhinein merke ich erst, was ich unterbewusst registriert hatte, was aber bei dem müden Nachhause-Kommen nicht ausreichte, in mir den Alarm auszulösen. Das Bewusstsein, dass die Kinder der Familien oben viel jünger sind als die Stimmen, die wir hörten. Das kurze Erschrecken des Mannes als er mich sah. Die Tatsache, dass Paketboten nie mit einem Paket unterm Arm von oben wieder ins Erdgeschoss kommen, da sie hier im Haus immer bei Nachbarn abgegeben werden. Dass er keines dieser Geräte in der Hand hatte, auf die man immer mit einem untauglichen Stift eine unleserliche Unterschrift kritzelt und dass Paketboten der Post so spät am Nachmittag gar nicht mehr kommen…

Warum habe ich diese Puzzleteile eigentlich nicht richtig zusammengesetzt? Wie oft habe ich schon so übersehen, dass jemand eigentlich Hilfe gebraucht hätte?

Ps.: Nein, die alte Dame ist unverletzt. Sie hat “nur” einen Riesenschrecken und vermutlich viel Angst in Zukunft, wenn es an der Haustür klingelt.

Earth Hour: Virtuelle Weltreise zu 24 nachhaltigen Projekten

30. März 2012

Zur Earth Hour am 31.3. werden weltweit Millionen Menschen um 20.30 Uhr für eine Stunde ihre Lichter löschen um symbolisch auf die Bedeutung des Klimaschutzes hinzuweisen. Wir haben aus diesem Anlass eine besondere Weltreise zusammengestellt und laden dazu ein, 24 nachhaltige Projekte rund um den Globus online zu besuchen: Zu jeder Stunde werden aus der Zeitzone, in der gerade die Earth Hour gefeiert wird, Projekte aus dem Faircustomer-Netzwerk vorgestellt.

Entlang der Zeitzonen um die Welt mit Faircustomer

Entlang der Zeitzonen um die Welt mit Faircustomer

Einige Etappen:
•    Die Reise beginnt  um 10.30 Schweizer Zeit im Pazifischen Ozean. Das Projekt “Filme für die Erde” stellt den Film “Die unbequeme Wahrheit der Ozeane” vor.
•    Auf der philippinischen Insel Durapi besuchen wir eine biologische Kokosnussfarm, die von einer Schweizer Touristin mitinitiiert wurde und heute besonders gesunde Öle und schmackhafte Brotaufstriche herstellt.
•    In Indonesien sind wir in einem Atelier, das aus Zeitungen und reziklierten Stoffen Schmuck und Taschen herstellt.
•    Nach einem Blick hinter die Kulissen einer Fussballfabrik in Pakistan, geht die Reise weiter nach Kandahar in Afghanistan, wo aus Granatäpfeln, Mandeln und weiteren Fruchtölen hochwertige Kosmetika hergestellt werden.
•    In Afrika gibt es Zwischenhalte bei Metallschmieden in Kenia, Uganda und biologischen Dattelhainen in Tunesien.
•    In Südamerika erfahren wir, wie aus Dosendeckeln und Autopneus edle Taschen hergestellt werden. Nach einer Hängematten-Pause in Equador besuchen wir indigene Völkern bei der Kakaoernte im Rio Napo Gebiet.

Mitreisen kann man auf der für diesen Tag erstellten Google Map „Faircustomer weltweit“, auf Facebook oder per Twitter. Wir laden Euch ein, mitzudiskutieren und uns Fotos von Reisen zu nachhaltigen Projekten zu schicken, die wir dann gerne hinzufügen. Wir wünschen eine inspirierende Reise an einem Tag, an dem die Welt ein bisschen näher rückt.
www.faircustomer.ch/EarthHour
http://www.twitter.com/faircustomer
http://www.facebook.com/faircustomer

Und was morgen in der Schweiz passiert? Der WWF hat eine tolle Seite dazu hier

Bis zum Tag des Wassers 2012: Klimaaktion bei Faircustomer

09. März 2012

Bis zum Tag des Wassers am 22. März wollen wir zusammen mit der Aktion “Klimaschutz mit einem Dreh” und mit Unterstützung der Stiftung Klimarappen 100 Haushalte dazu motivieren mit der Installation (warm-)wassersparender Duschbrausen nachhaltig die Umwelt zu entlasten.

Sparbrausen reduzieren den Wasserverbrauch beim Duschen ungefähr um die Hälfte. Dank einer ausgeklügelten Technik erzeugen sie dennoch einen prickelnden, kräftigen Wasserstrahl, so dass beim Duschen der Komfort nicht auf der Strecke bleibt. (Welche familiären Folgen das im Selbstversuch haben kann, haben wir hier beschrieben).
•    Man spart etwa 50% Wasser, Energie, CO2 und Kosten! Bei einem Haushalt à 4 Personen sind das rund 300 kg CO2 und CHF 200.
•    Den “Umbau schafft man mit 2 linken Händen: die Brause kann einfach an jeden Duschschlauch angeschraubt werden.
•    Ein positiver Nebeneffekt: die Duschköpfe verkalken nicht.

Bis zum 22.3. gelten für bei Faircustomer Sonderpreise. Andere überzeugen lohnt sich!

1 Brause mit 10 % Rabatt / Stück
2 Brausen mit 20% Rabatt / Stück
3 Brausen mit 30% Rabatt / Stück
4 Brausen mit 40% Rabatt / Stück

Immer wieder gibt es Diskussionen darüber, wie sinnvoll es eigentlich sei, in wasserreichen Ländern wie Deutschland oder der Schweiz Wasser einzusparen. Ein Beispiel ist dieser Artikel im Spiegel aber z.B. auch die Frage in den Kommentaren hier im Blog.

Übersehen wird dabei, dass es bei wassersparenden Amaturen nicht nur um die Wassereinsparung selbst geht, sondern ganz wesentlich um die Einsparung der Energie, die benötigt wird, um beispielsweise das Wasser für die Dusche oder zum Abwaschen zu erhitzen. Zum Erwärmen des Wassers für eine Dusche werden im Durchschnitt 3 dl Heizöl benötigt. Reduziert man den Wasserverbrauch, reduziert sich automatisch die Menge der Energie und damit auch der CO2 Emissionen, die für das Erwärmen benötigt wird. Deshalb werden hier in der Schweiz Sparbrausen inzwischen auch mit Energieetiketten versehen.

Und deshalb sind wir dabei: Wassersparende Duschen sind “Klimaschutz mit einem Dreh” und bis zum 22.3. 2012 wollen wir 100 Schweizer Haushalte davon überzeugen mitzumachen.

Bitte helft mit, bestellt gemeinsam mit Euren Freunden und sagt es weiter!

Hier unsere Auswahl an cleveren und schönen Duschköpfen

und weitere Links zum Thema hier

Platform Networking for Jobs – oder wie alle durchs Netzwerken gewinnen können

27. Oktober 2011

10 Tage waren wir mit unserem Stand an der LifeFair Messe auf der Züspa  in Zürich, für ein kleines Team wie unseres ein Zeiteinsatz, den wir nicht ohne weiteres stemmen können, ohne alles andere zu vernachlässigen.

Faircustomer auf der ZÜSPA / Lifefair 2011

Faircustomer auf der ZÜSPA / Lifefair 2011

Zu Hilfe kam uns die Plattform „Networking for Jobs“.

Sie vermittelte uns zwei gut deutsch sprechende, intelligente und tatkräftige junge Frauen aus Osteuropa, die uns an den langen Messetagen unterstützt haben. Beide leben schon länger in der Schweiz, haben aber trotz ihrer guten Ausbildungen und der Berufserfahrung im Heimatland bislang vergeblich hier einen Job gesucht. Mehr über ihre Geschichte, die Erfahrungen am Stand und die Platform Networking for Jobs jetzt in einem Gastbeitrag von Iskra.
Nur soviel noch: Ihr ward super, es hat Spass gemacht mit Euch zusammenzuarbeiten und wir waren beeindruckt, wie schnell Ihr Euch in die für Euch zunächst fremde Faircustomer-Welt eingelebt habt!

Lifefair 2011 auf der ZÜSPA

“Mein Name ist Iskra und ich durfte an der Lifefairmesse für Nachhaltigkeit 2011 in Zürich die Produkte von Faircustomer.ch interessierten Kunden präsentieren. Ursprünglich komme ich aus Osteuropa. Seit zwei Jahren lebe ich in der Schweiz und habe mich intensiv mit der Stellensuche befasst. Durch die Vermittlung der Non-Profit-Organisation Platform Networking for Jobs und die Offenheit von Faircustomer.ch konnte ich endlich erste Arbeitserfahrungen in der Schweiz sammeln und den Messestand von Faircustomer.ch betreuen.

Platform Networking for Jobs unterstützt Zugewanderte mit einer höheren Ausbildung eine ihren Qualifikationen entsprechende Stelle auf dem Schweizer Arbeitsmarkt zu finden. Neben Workshops, einem Mentoringprogramm und individueller Betreuung versucht die Platform auch durch Vernetzungsarbeit mit Arbeitgebern die stellensuchenden Kandidaten auf dem Arbeitsmarkt zu etablieren. Bei mir hat sich die Vernetzungsarbeit der Platform Networking for Jobs mit Faircustomer.ch gelohnt und seit letzter Woche habe ich eine feste Anstellung erhalten.

Vor meinem ersten Arbeitstag habe ich mich online über den Internetmarkplatz Faircustomers.ch informiert und mir einen Überblick über die zahlreichen Produkte sowie das Unternehmen und die Geschäftsleitung verschafft. Trotzdem war ich am ersten Tag als ich am Messestand erschien, etwas überwältigt durch die Vielfalt der Produkte:

web_Zuespa2011_NAN_10_196

Das Plakat "Wald ist Leben" von Hans Erni und natürlich frische Äpfel

Faircustomer Stand auf der Lifefair 2011

aus einem Verkehrsschild - Stuhl von HomeSign


Die Faircustomer-Produkte stammen von der ganzen Welt und jedes einzelne Produkt hat ein originelles, schönes Design und man spürt, dass die Produkte mit viel Liebe zur Sache hergestellt wurden. Da bei Faircustomers.ch mehr als 130 Händlern verkaufen, sind jeden Tag neue Artikel zu unserem Stand gekommen: Von schmackhaften Weinen bis zu luxuriösen Gürteln aus Dosenlaschen oder modernen Taschen aus Reifen. Unsere Tische wurden aus Verkehrsschildern produziert, eine kreative Idee umgesetzt von jugendlichen Gefängnisinsassen die bei der Herstellung der Produkte gelernt haben ihre Kompetenzen sinnvoll einzusetzen..

aus einem Verkehrsschild - Stuhl von HomeSignStuhl aus einem Verkehrsschild – von HomeSign

Stand von Faircustomer auf der Lifefair/Züspa 2011

Stand von Faircustomer auf der Lifefair/Züspa 2011

Ich hatte wirklich Spass, am Stand zu arbeiten, die Fragen der Kunden zu beantworten und mich mit Amei Poensgen, der Geschäftsleiterin von Faircustomer.ch über ihr erfolgreiches Geschäftsmodell zu unterhalten. Natürlich habe ich auch etwas für mich und meine Familie gekauft und sie haben sich sehr gefreut.
Nun, wenn Weihnachten vor der Tür steht, möchte ich jedem herzlich empfehlen, bei Faircustomers.ch vorbeizuschauen und seine Verwandten und Freunde mit einem originellen, fair produzierten Produkt zu überraschen.”

Iskra, Danke für Deinen Beitrag und ganz viel Glück mit dem Job, den Du nun endlich gefunden hast!

Folgende Händler waren mit Produkten auf unserem Stand bei der Lifefair vertreten:

Massnahmenzentrum Uitikon

Stiftung Pigna

Marula Cosmetics

amiataemozioni

fairytale

rouki beauty

Natur im Jauntal

Alle Bilder stammen von der offiziellen Züspa-Seite, vielen Dank an die Fotografin.

Gastbeitrag: Nachhaltigkeitsfonds – Halten sie was sie versprechen?

22. Juni 2011

Heute möchten wir gerne mal vom Fachwissen anderer profitieren. Adrian Wenzl aus Zürich hat Medienwissenschaften und Kommunikation studiert und kennt sich dank eines Praktikums bei einer grossen internationalen Ratingagentur im Nachhaltigkeitsbereich gut aus. Danke Adrian für die Zusammenstellung!

Haben Sie sich auch schon gefragt wie die Aktientitel ausgewählt werden, welche in den sogenannten Nachhaltigkeitsfonds zu finden sind? Spätestens dann, wenn es Ihnen wirklich darum geht nur in Unternehmen zu investieren, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte umfassend in ihrer Unternehmensstrategie verankert haben, sollten Sie ein Auge darauf werfen. Ansonsten ist es gut möglich, dass Unternehmen aus der Erdölbranche, der Atomkraft oder der Verteidigungsindustrie in ihrem Portfolio landen. Warum dies so ist, liegt an den verschiedenen Ansätzen, welche die Rating-Agenturen verwenden.

Best-In-Class-Ansatz
Die meisten Rating-Agenturen arbeiten mit diesem Ansatz. Dabei wird keine Branche per se ausgeschlossen, sondern jeweils das Nachhaltigste oder die nachhaltigsten Unternehmen aus einer Branche erkoren. Ein positiver Effekt dabei ist, dass innerhalb einer Branche ein Wettbewerb entsteht, denn nur die nachhaltigsten Unternehmen wandern in den Nachhaltigkeitsfonds. Dies hat zur Folge, dass unter dem Druck des Wettbewerbs, alle Firmen nach und nach „sauberer“ werden. Aus ethischer Perspektive ist dieser Ansatz jedoch höchst fragwürdig, denn wenn eine Branche bzw. Technologie unserer Umwelt oder Gesellschaft massiv schadet, dann ist es wenig hilfreich, in das momentan beste Unternehmen mit einer grundsätzlich „schädlichen“ Tätigkeit zu investieren. Dies gilt zumindest kurz-und mittelfristig und mindestens solange bis die Unternehmenstätigkeit der Umwelt und Gesellschaft nicht mehr schadet.

Service-Sektor-Ansatz
Ein viel versprechender und innovativer Ansatz ist derjenige des Service-Sektors. Bei diesem Ansatz liegt der Fokus nicht auf einer Branche sondern auf einer gemeinsamen Service-Dienstleistung von Unternehmen. Als Beispiel könnte hierfür die Transportdienstleistung (Service) von A nach B figurieren. Dem Beispiel folgend wären dann ein Bahnunternehmen genauso wie eine Airline oder ein Fahrradhersteller in einer gemeinsamen Kategorie. Letzter ermöglicht durch sein Produkt (Fahrrad) ebenso eine Transportleistung. Der Vorteil dieser Kategorisierung liegt darin, dass spezifische Umweltkennzahlen weniger einem relativen (Best-In-Class-Ansatz), sondern vielmehr einem absoluten Vergleich stand halten müssen. Eine Airline würde dann im Umweltkriterium CO2-Ausstoss pro Personenkilometer wesentlich schlechter abschneiden als ein Fahrradproduzent. Natürlich bedeutet dies noch nicht, dass es eine Airline theoretisch nie in einen Nachhaltigkeitsfonds schaffen könnte, z.B. dann wenn die Airline in allen anderen Umweltkategorien sehr gut abschneiden würde, aber es wird aufgrund des angewendeten Service-Sektor-Ansatzes wesentlich schwieriger. Dass dieser Ansatz eine gewisse Berechtigung hat, zeigt die Problematik um die Klimaerwärmung. Eine Airline im Portfolio eines Nachhaltigkeitsfonds zu haben wäre schlicht unverantwortlich!

Positiv-Auswahl
Dieser Ansatz legt seinen Fokus auf die Förderung bestimmter Produktionstechnologien oder auf die Einhaltung bestimmter Umwelt- oder Sozialkriterien. Liegt beispielsweise das Interesse (oder die Überzeugung) darin, eine bestimmte Technologie zu fördern, dann werden nur Unternehmen zum Kauf empfohlen, welche diesen Grundsätzen folgen. Dieser Ansatz ist etwa dann hilfreich, wenn ein Unternehmen oder eine Technologie eine vielversprechende Zukunft aufweisen, die zum Beispiel im Bereich der Wind- oder Solarenergie liegen. Der grösste Nachteil dieses Ansatzes wiederum liegt in der Beschränktheit seiner Kriterienauswahl. So wird vor allem auf einen bestimmten Bereich fokussiert, auf eine umfassende Analyse von Umwelt-und Sozialkriterien jedoch verzichtet.

Negativ-Auswahl
Bei diesem Ansatz werden Unternehmen von einem Rating ausgeschlossen, wenn sie bestimmte Aktivitäten ausüben, die durch fortschrittliches Verhalten in anderen Bereichen nicht kompensiert werden können. Sie stellen quasi das unterste Limit dar und unterschreitet ein Unternehmen dieses Limit werden die Unternehmen aus dem Ratingverfahren ausgeschlossen. Die am häufigsten angewendeten Ausschlusskriterien sind Kernenergie, Rüstung, Gen-und Biotechnologie, Alkohol und Tabak, Spielgewerbe, Pornographie, Tierversuche.

Fazit
Zusammenfassend kann allen Ansätzen Positives abgewonnen werden, schliesslich haben ja alle zum Ziel, Unternehmen, die nach nachhaltigen Prinzipien agieren, zu unterstützen. Dies ist immer noch besser als Unternehmen einzig nach finanziellen Kennzahlen auszuwählen. Bei genauerer Betrachtung der verschiedenen Ansätze ergeben sich dann aber dennoch grössere Unterschiede. Im Interesse der Umwelt und Gesellschaft sollte ein Ansatz gewählt werden, der möglichst strenge Kriterien definiert hat. In der Praxis ist es auch oftmals so, dass verschiedene Ansätze miteinander kombiniert werden. Aus Sicht des Autors ist der Service-Sektor-Ansatz in Kombination mit einer Negativ-Auswahl besonders vielversprechend.

Wassersparbrausen – ein (familiärer) Selbstversuch

18. Juni 2011

Ich hasse tröpfelnde Duschen – Ich möchte morgens richtig mit Wasser geweckt werden, spüren, dass ich unter der Dusche stehe, eine sanfte Berieselung reicht mir nicht, um wirklich in Gang zu kommen.

Bildquelle: Stefanie Abel / pixelio.de

Und so schön die Wohnung war, in die wir vor 3 Jahren einzogen, die Tatsache, dass der Wasserdruck höchstens für ein Rinnsal reichte und man immer fürchten musste, die Hälfte des Shampoos in den Haaren zu behalten, war ein allmorgendlicher bitterer Tropfen.

Ja, ich weiss, man sollte Wasser sparen, wir verbrauchen alle zu viel – aber unter der Dusche komme ich im Tag an, sortiere ihn und mich selbst, dort habe ich die besten Ideen und schinde bei mir selber immer noch ein paar Sekunden Verlängerung raus – einfach weil es so schön ist.

Und so kam es, dass ich lange zögerte – ohnehin schon ein niedriger Wasserdruck bei der heiligen Morgendusche – will ich wirklich das Vergnügen noch weiter reduzieren durch eine sicher sehr vernünftige Sparbrause?

Tania von der Aktion Klimaschutz mit einem Dreh liess nicht locker und so installierte ich doch eines Tages eine der Sparbrausen von Aquaclic (man kann sie ja wieder abschrauben und weiterverschenken, dachte ich, ich bringe mich ja nicht endgültig um meinen Morgenluxus)

.AquaClic Sparbrause «Clima» verchromt, klimafreundlich Duschen

Am nächsten Morgen war ich hellwach – endlich ein vernünftiger Wasserstrahl, endlich wieder Haare ohne Shampooreste und – der besondere Luxus: bei meinen Verlängerungsverhandlungen mit mir selbst durfte der Duschgeniesser gewinnen, weil ich ja wusste, dass es gar nicht mehr so viel Wasser war, das ich da verschwendete….

Eine halbe Stunde später aber laute Stimmen in der Küche: der 18jährige Sohn beschwerte sich aufgebracht: “Das kannst Du nicht machen! Ich wollte duschen wie immer und plötzlich ist da ein echter Wasserstrahl und nicht das übliche Rinnsal – und das am frühen Morgen, völlig ohne Vorwarnung. Da wird man ja wach unter der Dusche!”

Wir haben uns geeinigt: Die Wassersparbrause bleibt, ich warne ihn das nächste Mal vor, wenn ich an der Haustechnik etwas ändere und über das bei der Wasser- und Ölrechnung eingesparte Geld freuen wir uns gemeinsam….

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Und für die, die wissen möchten, wie die wassersparenden Duschen von Aquaclic funktionieren:

Duschvergnügen “dank einer ausgeklügelten Turbulenz-Technik:

Das Ergebnis ist ein fülliger Strahl der aus Millionen von Tröpfchen besteht, die mit hohem Druck herausgeschleudert werden.

  • Das Wasser schiesst aus der Griff-öffnung (1),
  • wird durch den Kegel (4 oder 6) gepresst, der für die Wassermenge zuständig ist: wahlweise 7 oder 11 Liter pro Minute und
  • wird von der Lochscheibe (5 oder 7) verteilt.

Durch ein ausgeklügeltes Dosiersystem fliessen wahlweise 7 oder 11 Liter Wasser pro Minute durch den Brausekopf anstatt 18 bis 25 Liter bei Standardduschen.

Für die CO2 Bilanz eines Haushalts kann das – je nach Duschverhalten – 5 – 20% der CO2 Bilanz ausmachen. Es braucht relativ viel Energie um Warmwasser zu produzieren – und dies wird auch meistens mit Öl erwärmt.”

Quelle: www.warmduschen.ch

Es ist übrigens einfach zu messen, wieviel Wasser Eure eigene Dusche verbraucht: Stellt 10 l Eimer und Stoppuhr bereit, dreht Eure Dusche voll auf und füllt die Eimer 1 Minute lang….

Kaufen kann man die wassersparenden Ideen von Aquaclic natürlich bei Faircustomer

Und besonders nützt es, wenn Ihr in Eurer Gemeinde, der Schule, im Sportzentrum, im Fitnesscenter, beim befreundeten Hotelier, der Liegenschaftsverwaltung, kurz: überall wo viel geduscht wird oder Hände gewaschen werden von den Sparbrausen und den Aufsätzen für die Wasserhähne erzählt.

Faircustomer on the Road beim Filme für die Erde Festival am 9. April 2011

05. April 2011

Am kommenden Samstag sind wir in Pfäffikon SZ bei einer Veranstaltung dabei, auf die wir uns besonders freuen:

Die Schweizer Initiative Filme für die Erde zeigt zwei besondere Filme, verschenkt 1200 DVDs zum Weitergeben, gibt drei Nachhaltigkeitspionieren das Wort und das gleichzeitig in Basel, Chur, Pfäffikon SZ, Saas-Fee, Winterthur, Zürich

In einer schweizweiten Kooperation laden Filme für die Erde, Swisscom und Kuoni Ananea zu einem besonderen Filmabend ein. Im Film PETROPOLIS zeigen aufregende Luftaufnahmen Ausmasse und Folgen des gigantische Ölsand-Energieprojekts in Kanada, der Film THE POWER OF COMMUNITY (Erstaufführung) die positive Kraft der Zusammenarbeit.

Per Live-Schaltung kommen  Zuschauer aus sechs Städten in einen grossen Saal, während Nachhaltigkeitspioniere aus drei Orten der Schweiz von ihren Projekten berichten. Vor und nach den Filmen stellen Partner-Organisation spannende Nachhaltigkeits-Projekte vor (Solarboot, Aquaponik, Elektrovelos, Zerotracer, Bilder zu Peak Oil u.v.m). Jedem Besucher wird im Anschluss eine DVD überreicht, die nicht behalten, sondern von Freund zu Freund weitergegeben werden soll.

Und in Pfäffikon SZ sind wir mit einem Stand mit unserern Händlern rrrevolve und Aquaclic mit einem Stand dabei.

Hier geht es zur Webseite des Festivals

Und für diejenigen, die am 9.4. schon etwas vorhaben: Natürlich gibt es die phantastische Sammlung von DVDs zu Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen von Filme für die Erde auch bei Faircustomer für das Heimkino, den Unterricht oder die Jugendgruppe…

zu den DVDs von Filme für die Erde bei Faircustomer

aber: Petropolis ist leider nicht dabei, da ist die einzige Gelegenheit es zu sehen beim Festival (oder man kennt jemanden, der dort war und eine Weitergabe-CD erwischt hat….)

Trailer von Petropolis

Trailer von The Power of Community

Programm

18:30 Türöffnung; Nachhaltige Projekte stellen aus
19:30 Programmbeginn. Lokale Eröffnungen
19:35 Nationale Festivaleröffnung (Direktübertragung) durch Ian Johnson, General-Sekretär Club of Rome
19:40 Nationale Überführung ins Thema zusammen mit Pionier Marc Baumann (Direktübertragung)
20:00 Film Petropolis (48 min)

20:45 – 21:00 Kurze Pinkel-Pause!

21:00 Direktübertragung aus Saas-Fee mit Pionier Beat Anthamatten
21:10 Film The Power of Community (Erstaufführung, 51 min)
22:00 Direktübertragung aus Pfäffikon SZ mit Pionier Andreas Graber (Aquaponik ZHAW)
22:10 Lokaler Abschluss
22:15 Verteilung 1200 Weitergabe-DVDs, Ausstellung, Aprèsfilm-Bar

1800 Plätze, Eintritt frei (Kollekte), inkl. Bio-Apéro und Weitergabe-DVD
Reservation nötig für Event in Zürich (via The Hub)

Noch einmal die Links:

Hier geht es zur Webseite des Festivals

zu den DVDs von Filme für die Erde bei Faircustomer

Twitter, Facebook & Co – Sich präsentieren in sozialen Medien

01. April 2011

Jedes Jahr wieder gibt es den Adventskalender Nachhaltige Entwicklung mit 24 Fenstern zu Nachhaltigkeit von innovativen Unternehmern, NGOs und weiteren Partnern. Natürlich kann man beim täglichen Quiz auch nachhaltig gewinnen.

Der Adventskalender ist auch seit 2009 bei Facebook und neu bei Twitter (@24xNachhaltig) und die Nutzerzahlen zeigen, dass man unbedingt im sozialen Netz weiterarbeiten sollte. Gestern Abend durfte ich gemeinsam mit dem Kernteam überlegen, wie eine Social Media Strategie für den Adventskalender aussehen könnte.

Als Grundlage zeigte ich erst einmal diese “prezi” über Twitter, Facebook & Co. Meine erste prezi, das Design ist noch ausbaufähig, aber dieses neue Präsentationswerkzeug ist klasse: einfach im Brwoser zu erstellen, sehr schön in der Präsentation, da man immer wieder zum Überblick zurückkehren kann und einfach etwas anderes für alle, die an einer Powerpoint-Überdosis leiden…. Die Beispiele erfolgreicher Nutzer der sozialen Medien stammen natürlich aus der Schweiz, man kann sicher auch darüber diskutieren, ob der Newsletter überhaupt dazugehört, aber insgesamt spiegelt es sicher unsere Erfahrungen der letzten 2 Jahre wieder. Feedback sehr erwünscht!

Aktionen zum Weltwassertag am 22.3. und Klimaschutz beim Duschen

22. März 2011

Zugegeben, auch ich habe nicht gewusst, dass es einen Weltwassertag gibt, dass das Thema Wasser aber eines ist, das dringend mehr ins öffentliche Bewusstsein rücken sollte aber schon.Verschiedene Aktionen in der Schweiz weisen auf die mit Wasser verbundenen Probleme hin:

Die Schweizer Entwicklungshilfeorganisation Helvetas veranstaltet zum Weltwassertag 2011 an einigen Orten Aktionen um darauf hinzuweisen, dass in Entwicklungsländern 90 % der Abwässer ungeklärt ins Trinwasser gelangen – mit tödlichen Folgen. Schätzungen zufolge sterben täglich weltweit 4000 Kindern an den Folgen von verschmutztem Trinkwasser.

Helvetas Schweiz zum Weltwassertag 2011

Die Aktionen von Helvetas finden in Vevey, Lausanne, Lugano, Zürich, Basel, Luzern und Bern statt.

Eine schöne Idee hatte das Umweltkommunikationsbüro Gammarus. Für Energie Thun visualisieren sie mit einer witzigen Wasserflaschenaktion, was es bedeutet, wenn jeder Schweizer im Schnitt 4´200 l Wasser pro Jahr verbraucht. Dieser “Wasserfussabdruck” ergibt sich, wenn man alles zusammenrechnet was wir so brauchen: das Wasser, das direkt im Haushalt verbraucht wird, das die spanischen Tomaten im Salat bewässert und das, was bei der Produktion des neuen Kühlschrankes benötigt wurde.

der Wasserfussabdruck des Durchschnittsschweizers - in Flaschen auf die Strasse getragen

der Wasserfussabdruck des Durchschnittsschweizers - in Flaschen auf die Strasse getragen

Wenn man dann noch weiss, dass man 3 Deziliter Öl benötigt um das Wasser für eine Dusche à  5 Minuten zu erwärmen, macht das neue Rating für wassersparende Armaturen Sinn, das am Weltwassertag in der Schweiz eingeführt wird.  Das neue Energieetikett schafft Transparenz beim Einkauf, es ist aber auch einfach, selbst die eigenen Amaturen zu testen:

Man nehme einen 10-Liter-Eimer  und drehe seine Duschbrause während einer Minute voll auf. Läuft der Eimer über, braucht die Dusche mehr als 10 Liter pro Minute und gehört der Klasse C oder höher an. Mit A bewertete Brausen brauchen weniger als 6 Liter pro Minute und können als „klimafreundlich“ betrachtet werden.

Die Kampagne „Klimaschutz mit einem Dreh“ fördert den Einsatz von modernen Sparbrausen und hat seit 2007 mehr als 12 000 Haushalte davon überzeugen können. Sie sparen bei einer Investition von nur 30 bis 100 CHF pro Jahr durchschnittlich 400 kg CO2 und über 250.-an Energie- und Wasserkosten.

Die gute Nachricht dabei ist, dass moderne Brausen Wasser nicht auf Kosten des Komforts sparen. Eine ausgeklügelte Technik sorgt dafür, dass der Strahl genauso hart und das Shampo genauso schnell aus den Haaren ist wie bei den Brausen, die bedeutend mehr Wasser (und Energie!) verbrauchen.

Und nun natürlich noch der Hinweis in eigener Sache: Wassersparende Duschbrausen und Wassersparer für den Wasserhahn gibt es natürlich auch bei Faircustomer: AquaClic

kreative Ideen gesucht….Nach der Messe ist vor der Messe

14. Februar 2011

Ideen zur Gestaltung eines Messestandes gesucht:

Noch liegt ein Teil unserer Kartons, aus denen der Messestand besteht fein säuberlich zusammengelegt in der Halle in Basel, noch stehen hier überall Kisten herum mit Ware, die an die Händler zurück muss, noch tun die Füsse weh … Die Messe Natur in Basel waren 4 erfülte Tage mit guten Gesprächen, netten und interessanten Kontakten.

Aber eines war deutlich: die Menschen die am Stand vorbeigingen, die wir nicht ansprachen, haben nicht verstanden, was Faircustomer ist. Wie kann man einen Messestand so gestalten, dass die Menschen sehen, was wir machen?

Unser Kartonstand hat sich sehr bewährt, er ist leicht, gut zu transportieren, lässt sich immer wieder verwenden und sieht gut aus. Dank der Messe haben wir nun auch endlich einen Drucker gefunden, der sich Gedanken macht, wie man die sog. Kundenstopper, die bedruckten Stoffbanner, die man von Messen kennt, möglichst umweltfreundlich herstellt, also werden wir uns vor der nächsten Messe einen leisten. Aber dennoch: wie kann man auch gestalterisch zeigen, dass wir der grösste Internetanbieter von nachhaltigen Produkten in der Schweiz sind, dass bei uns weit über 100 verschiedene Händler gemeinsam ihre Produkte anbieten, dass wir ein Marktplatz wie Ricardo oder ebay sind eben nur mit nachhaltigen Produkten?

Wer hat Ideen? Natürlich darf es (fast) nichts kosten, muss umweltfreundlich herzustellen und wiederverwendbar sein… Für die beste Idee bedanken wir uns mit einem Einkaufsgutschein über 100 CHF!

Der Kartonstand, die fehlenden Faircustomer-Logos an den Regalen kamen noch dazu, genau wie ein Plakat, dass unsere Arbeit erklärt

Der Kartonstand, die fehlenden Faircustomer-Logos an den Regalen kamen noch dazu

Fairytale und Savannah Chic bei Faircustomer am Stand

Fairytale und Savannah Chic bei Faircustomer am Stand

Faircustomer Stand mit Produkten von Steppenblüte

Faircustomer Stand mit Produkten von Steppenblüte

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